Glashütte liegt eingebettet im Osterzgebirge, wo sich das Müglitztal und das benachbarte Lockwitztal vereinen. Die Kleinstadt erstreckt sich über zwei dieser Haupttäler und ist von bewaldeten Hügeln umgeben. In der Umgebung finden sich Wüstungen wie Greifenbach, Kleinhain und Zschörnichen, die auf frühere Siedlungen hinweisen.
Der Ort entstand vermutlich aus einer Glashütte, doch der Name geht auf eine urkundliche Erwähnung von 1445 zurück. Nach Zerstörungen durch die Hussiten entwickelte sich Glashütte zunächst durch Eisenverarbeitung, bevor um 1490 Silberfunde einen wirtschaftlichen Aufschwung brachten. 1506 erhielt der Ort das Stadtrecht und wurde zur Bergstadt erhoben, doch die Erträge blieben bescheiden. Der Bergbau endete schließlich 1875.
Heute ist Glashütte vor allem für seine Uhrenindustrie bekannt. Ferdinand Adolph Lange gründete 1845 die erste Uhrmacherwerkstatt, die den Grundstein für eine blühende Feinmechanik legte. Nach Kriegszerstörungen und Enteignungen entstand 1951 der VEB Glashütter Uhrenbetriebe, der später wieder private Uhrenmanufakturen hervorbrachte. Das Deutsche Uhrenmuseum und die Chronometerprüfstelle in der ehemaligen Sternwarte dokumentieren diese Tradition.