Dohna liegt im Elbtalschiefergebiet zwischen Gottleuba und Müglitz, am östlichen Rand des Erzgebirges. Die Stadt breitet sich auf dem Taschenberg aus, einer Flussterrasse aus Plänersandstein, und wird von der Müglitz umflossen. Südöstlich von Dresden gelegen, bildet sie das Tor zum Osterzgebirge und zum Müglitztal. Zu Dohna gehören die Ortsteile Meusegast mit Köttewitz und Krebs sowie Röhrsdorf mit Borthen, Bosewitz, Burgstädtel und weiteren Dörfern, die oft noch slawische Rundlingsstrukturen aufweisen.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, doch als Ort wurde Dohna erstmals im Zusammenhang mit Handelswegen wie dem Böhmischen Weg und dem Kulmer Steig erwähnt. Die Burg auf dem Granitsporn sicherte einst wichtige Salzstraßen und wurde zum Stammsitz der Burggrafen von Dohna, die im 12. Jahrhundert als Reichslehen an die Donins überging. Diese adlige Familie prägte die Region durch Rodungen, Städtegründungen und eigene Rechtsprechung, bis sie 1402 in der Dohnaischen Fehde unterlag. Danach wechselte die Herrschaft zwischen Böhmen und Meißen, bevor die Wettiner die Burg als Verwaltungssitz nutzten.
Heute ist Dohna vor allem für seine historische Burg mit dem wiederaufgebauten Turm und der Burgschänke bekannt. Die spätgotische Marienkirche und der Fleischerbrunnen erinnern an die handwerkliche Tradition der Stadt. Die Umgebung mit ihren Rundlingsdörfern und die Nähe zu Dresden machen Dohna zu einem Ort mit reicher Geschichte und malerischer Landschaft.