Glückstadt liegt am rechten Ufer der Unterelbe in den Holsteinischen Elbmarschen, einer flachen Marschlandschaft. Geschützt durch Deiche und teilweise unter Normalhöhennull gelegen, wird das Stadtgebiet vom Kremper Rhin durchzogen, der über Schleusen und ein Schöpfwerk in den Außenhafen mündet. Die Stadt ist Teil der Metropolregion Hamburg und nach Itzehoe die zweitgrößte im Kreis Steinburg.
Gegründet wurde Glückstadt 1617 von König Christian IV. als Festungs- und Hafenstadt, um Hamburg Konkurrenz zu machen. Entworfen nach niederländischem Vorbild von Pieter de Perceval, sollte sie uneinnehmbar sein. Der Name und das Fortuna-Wappen spiegeln diesen Anspruch wider. Der König lockte Siedler mit Religionsfreiheit und Steuervergünstigungen an, darunter niederländische Reformierte, Remonstranten und Mennoniten, später auch sephardische Juden und Katholiken.
Heute ist Glückstadt für seine traditionelle Matjes-Produktion bekannt und verbindet mit der Elbfähre nach Wischhafen Holstein mit Niedersachsen. Der historische Stadtkern gilt als Musterbeispiel einer geplanten Fürstenstadt. Die Marienkirche und der jüdische Friedhof erinnern an die vielfältige Geschichte, während die Elbfähre und die Matjesproduktion die wirtschaftliche Bedeutung betonen.