Wewelsfleth liegt in der Wilstermarsch an der Mündung der Stör in die Elbe. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Kleinwisch und Störort, wobei die ursprüngliche Siedlung 1975 dem Bau des Störsperrwerks weichen musste. Durchzogen wird das Gebiet von der Humsterdorfer Wettern, einem Entwässerungskanal.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1238 als Weuelesflethe, wobei der Name auf einen sächsischen Siedler namens Wibil zurückgeht. Im 16. Jahrhundert verlegte man den Ort wegen häufiger Sturmfluten an eine sicherere Stelle bei Humsterdorf. Eine Kirche gab es bereits im 8. Jahrhundert, die dem Missionar Willehad geweiht war; später entstand eine neue Trinitatiskirche.
Heute prägt die Peters Werft den Ort, und das Alfred-Döblin-Haus ist ein bekanntes Kulturdenkmal. Hier arbeiteten einst Günter Grass und andere Künstler. Regelmäßig finden die Wewelsflether Gespräche statt, und das Blasorchester bereichert das kulturelle Leben. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Heinrich Hudemann oder der Politiker Bernd Voß stammen von hier.