Göda liegt im fruchtbaren Altsiedelland der Oberlausitz, westlich von Bautzen. Der Ort breitet sich am rechten Ufer des Langen Wassers aus, das einst eine wichtige Furt an der alten Frankenstraße bildete. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul thront auf einer Hügelkuppe im Ortskern, während südlich die Bahnstrecke Görlitz–Dresden vorbeiführt. Das Lange Wasser prägte immer wieder das Leben in Göda, etwa durch verheerende Hochwasser, die zu Rückhaltebecken am Oberlauf führten.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück. Eine slawische Wallanlage, die Alte Schanze, zeugt von der Nutzung durch die Milzener zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Göda 1006 als Burgward Godobi, der dem Bistum Meißen geschenkt wurde. Als zweitältester Pfarrort des Bistums spielte Göda eine zentrale Rolle bei der Christianisierung der Sorben. Später wurde es Verwaltungszentrum der „Wendischen Pflege“ und blieb auch nach der Säkularisation ein regionales Zentrum für Verwaltung und Kirche.
Die spätgotische Hallenkirche St. Peter und Paul mit ihrem markanten Doppelturm ist das Wahrzeichen des Ortes. Ihre Geschichte reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, doch der heutige Bau entstand vor der Reformation. Besonders sehenswert sind die Holzfiguren von Friedrich Press, die das Thema Mission aufgreifen. Göda ist zudem ein Ort sorbischer Kultur, wobei die sorbische Sprache heute vor allem in katholischen Dörfern im Norden der Gemeinde gepflegt wird.