Greifenburg liegt im oberen Drautal, eingebettet zwischen der Kreuzeckgruppe im Norden und den Gailtaler Alpen im Süden. Das Tal weitet sich hier zu einem Becken, während die Drau selbst meist nur einen Kilometer breit ist. Fünf Kilometer nordwestlich erhebt sich der Hochtristen, dessen Südflanke die Emberger Alm trägt. Auf dieser Alm, bekannt für ihre klare Sicht und als schneesicheres Schigebiet, führt eine Bergstraße hinauf. Nicht weit davon steht eine kleine Sternwarte, die alljährlich im Herbst ein internationales Teleskoptreffen beherbergt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Römerzeit zurück, belegt durch einen Stein aus dem zweiten Jahrhundert nahe der Friedhofskirche. Vermutlich lag hier die Straßenstation Bilachium, ein wichtiger Knotenpunkt der Via Julia Augusta. Urkundlich erwähnt wurde Greifenburg erstmals im Jahr 1166, als die Herren von Greifenburg als Zeugen für den Salzburger Erzbischof auftraten. Im 13. Jahrhundert erhielt der Ort Marktrechte, und im späten 14. Jahrhundert gewann die Bürgerschaft durch den aufblühenden Handel an Einfluss.
Greifenburg prägt ein historisches Schloss und eine Pfarrkirche, die der heiligen Katharina geweiht ist. Im Ortsteil Waisach stehen eine weitere Kirche und ein ehemaliges Kloster. Das Bergbauernmuseum in Gnoppnitz gibt Einblick in die ländliche Vergangenheit. Sportlich ist der Ort für Gleitschirm- und Drachenfliegen auf der Emberger Alm bekannt, wo sogar Weltmeisterschaften stattfanden. Ein Badesee mit Strandbad und Kletterpark lädt zum Verweilen ein. Persönlichkeiten wie der Skisprungpionier Baldur Preiml oder der Fürstbischof Peter Funder stammen aus dieser Gegend.