Greng ist eine kleine Gemeinde im Seebezirk des Kantons Freiburg, die sich am Südufer des Murtensees ausbreitet. Das Dorf liegt nahe der Mündung eines Baches und erstreckt sich zwischen flachen Uferpartien und sanften Hügeln im nördlichen Freiburger Mittelland. Mit nur etwa einem Quadratkilometer Fläche umfasst das Gemeindegebiet einen Abschnitt des Seeufers, das teilweise von Schilfgürteln gesäumt ist, sowie landwirtschaftlich genutzte Zonen und Wälder. Die höchste Erhebung erreicht auf einem Wiesenhügel westlich von Ober-Greng etwa 464 Meter über Meer.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1314, doch archäologische Funde belegen bereits Besiedlung in der Jungsteinzeit. Der Name leitet sich vermutlich von einem lateinischen Wort für Scheune ab und verweist auf die frühere französische Sprachzugehörigkeit. Im Mittelalter stand Greng unter der Herrschaft Murten und wurde später Teil der gemeinsamen Verwaltung von Bern und Freiburg. Wirtschaftlich prägten Mühlen, Tuchverarbeitung und später Landwirtschaft das Dorf, bis sich im 20. Jahrhundert eine Wohngemeinde mit Pendlerstruktur entwickelte.
Besonders bekannt ist Greng für sein im späten 18. Jahrhundert erbautes Schloss, das als Besitzerresidenz diente und einst Persönlichkeiten wie Madame de Staël beherbergte. Das Gebäude wurde später restauriert und in einen Park mit Villen integriert. Trotz seiner geringen Größe ist der Ort durch seine Lage am See und die historische Bedeutung des Schlosses ein markanter Punkt in der Region. Die Gemeinde teilt sich die Pfarrei mit dem Nachbarort Meyriez und besitzt selbst keine eigene Kirche.