Griesstätt liegt im oberbayerischen Landkreis Rosenheim, direkt am Ufer des Inns. Das Pfarrdorf befindet sich etwa auf halber Strecke zwischen Rosenheim und Wasserburg am Inn, umgeben von sanften Hügellandschaften und geschützten Naturgebieten wie dem Vogelschutzgebiet Innstausee. Zahlreiche Schutzgebiete prägen das Gemeindegebiet, darunter Feuchtwiesen, Auwälder und Seen, die seltenen Vogelarten Lebensraum bieten.
Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 924, als Herzog Arnulf I. von Bayern in einer Urkunde von Griesstätt sprach. Im Mittelalter waren die ortsadeligen Schonstetter und später das Dominikanerinnenkloster Altenhohenau prägende Kräfte, die über Jahrhunderte hinweg Grundbesitz und Einfluss in der Region hielten. Nach der Säkularisation wurde Griesstätt 1818 eine eigenständige Gemeinde und wuchs durch Eingemeindungen im 19. Jahrhundert weiter an.
Heute ist Griesstätt vor allem für seine malerische Lage am Inn und seine kulturellen Veranstaltungen bekannt. Die Klosterkirche St. Peter und Paul in Altenhohenau zählt zu den Sehenswürdigkeiten, ebenso wie die vielen kleinen Kapellen im Ort. Traditionelle Feste wie das Tubafest, der Ostertanz oder das Kirchweihfest prägen das jährliche Brauchtum. Sportlich engagiert sich der DJK SV Griesstätt mit mehreren Abteilungen, während Persönlichkeiten wie der Swing-Trompeter Charly Tabor auf dem Friedhof ihre letzte Ruhestätte fanden.