Uster liegt im Zürcher Oberland, östlich des Greifensees und etwa dreizehn Kilometer von Zürich entfernt. Die Stadt ist flächenmässig die grösste im Bezirk und bedeckt ein Gebiet, das zu fast der Hälfte aus Kulturland besteht, während Wälder etwa ein Viertel ausmachen. Im Norden grenzt sie an Volketswil und Fehraltorf, im Osten an Pfäffikon und Seegräben, im Süden an Gossau und Mönchaltorf und im Nordwesten an Greifensee.
Die erste urkundliche Erwähnung Usters stammt aus dem Jahr 775, doch schon in vorrömischer Zeit gab es hier Siedlungen. Prägend war die Herrschaftsgeschichte: Verschiedene Adelsgeschlechter wie die Rapperswiler und die Freiherren von Bonstetten teilten sich die Ländereien, während das Schloss Uster als weithin sichtbares Wahrzeichen entstand. Wirtschaftlich lebte der Ort lange von Mühlen und Landwirtschaft, bis die Industrialisierung und später der Anschluss an das S-Bahn-Netz die Entwicklung beschleunigten.
Heute prägen das mittelalterliche Schloss und die weitläufige Landschaft mit dem nahen Greifensee das Bild der Stadt. In den Ortsteilen wie Riedikon, das bereits 741 erwähnt wurde, oder Kirchuster mit seiner dörflichen Struktur sind noch Spuren der Vergangenheit zu finden. Die Gesundheitsmeile im Stadtteil Rehbüel-Hegetsberg zeigt, wie sich Uster zu einem modernen Zentrum entwickelt hat, während die Aussenwachten wie Freudwil mit ihrem alten Schulhaus-Uhrtürmchen ländlichen Charme bewahren.