Grünsfeld liegt im fränkischen Nordosten Baden-Württembergs, wo der Grünbach als Nebenfluss der Tauber mit dem Wittigbach zusammenfließt. Die Stadt gehört zum Main-Tauber-Kreis und erstreckt sich über eine Gemarkung, die neben der Kernstadt auch die Ortsteile Grünsfeldhausen, Krensheim, Kützbrunn, Paimar und Zimmern umfasst. Landschaftlich prägt das Grünbachtal die Umgebung, während im Osten die Gäuhochfläche ansteigt. Ein bekanntes Naturschutzgebiet sind die Besselbergweinberge, die mit ihrer Fläche von 37,3 Hektar unter Schutz stehen.
Erstmals erwähnt wird Grünsfeld um 1160 in einer Urkunde des Klosters Fulda, in der ein Grundherr namens Sigeboto seinen Besitz im Taubergau dem Heiligen Bonifatius übertrug. Im Mittelalter wechselte die Herrschaft mehrfach: Zunächst unterstand der Ort den Herren von Zimmern und Lauda, später den Grafen von Rieneck. 1320 erhielt Grünsfeld das Stadtrecht. Nach weiteren Besitzwechseln, darunter an das Bistum Würzburg, wurde die Stadt 1806 badisch. Ein schweres Hochwasser im Jahr 1911 richtete große Schäden an.
Die Stadt beeindruckt durch historische Bauwerke wie die Achatiuskapelle in Grünsfeldhausen, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Krensheim ist für seinen Muschelkalkstein bekannt, der beim Bau des Kölner Doms verwendet wurde. Die Stadt pflegt Städtepartnerschaften mit Pfreimd und Großpostwitz und unterhält eine Verwaltungsgemeinschaft mit Wittighausen. Das Wappen zeigt eine silberne Lilie zwischen einem goldenen Dreieckschild und einem silbernen Halbrundschild mit blauem Pfahl.