Königheim liegt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs, etwa sechs Kilometer westlich von Tauberbischofsheim. Die Gemeinde gehört zum Main-Tauber-Kreis und wird vom Brehmbach durchflossen, dessen Hochwasser sie seit 2020 mit einem Rückhaltebecken schützt. Zu Königheim zählen neben dem Hauptort die Ortsteile Brehmen, Gissigheim und Pülfringen, die früher eigenständig waren. Die Landschaft ist von Weinbergen und Wäldern geprägt, und das Gebiet beherbergt mehrere Schutzgebiete wie Naturschutz- und Vogelschutzgebiete.
Die erste urkundliche Erwähnung Königheims stammt aus dem Jahr 1149, als es in einem Gütertausch zwischen König Heinrich VI. und dessen Bruder Friedrich genannt wurde. Im Mittelalter gehörte der Ort zum Herzogtum Franken und erhielt 1422 das Marktrecht. Eine Burg, die 1329 erwähnt wird, fiel 1540 einem Brand zum Opfer, und die Kirche wurde später als Wehrkirche wiederaufgebaut. Königheim wechselte mehrfach die Herrschaft, darunter von Würzburg zu Kurmainz und schließlich zu Baden. Während der NS-Zeit wurde die Synagoge geschändet, und 1984 verursachte eine Flutkatastrophe schwere Schäden.
Königheim ist vor allem als Weinort bekannt und liegt in der Region Tauberfranken. Die Ortsteile haben unterschiedliche konfessionelle Prägungen: Königheim und Gissigheim sind überwiegend katholisch, während Brehmen evangelisch geprägt ist. In Weikerstetten, einem kleinen Ortsteil an der B 27, gibt es eine Kapelle, die regelmäßig für Gottesdienste genutzt wird. Die Umgebung bietet mit ihren Schutzgebieten und historischen Spuren wie einer Keltenschanze zwischen Brehmen und Gissigheim Einblicke in die lange Besiedlungsgeschichte der Region.