Güssing liegt im Südburgenland, eingebettet im Tal der Strem auf einem ehemaligen Vulkankegel. Fast die Hälfte des Gebiets wird landwirtschaftlich genutzt, während fast vierzig Prozent von Wäldern bedeckt sind. Die Stadt ist nicht nur politisches und wirtschaftliches Zentrum ihres Bezirks, sondern auch kultureller Mittelpunkt der Region.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1157 unter dem Namen *Quizun*, abgeleitet von einer alten Bezeichnung für den Burgberg. Jahrhundertelang prägte die Burg als wehrhafte Festung an der Westgrenze Ungarns die Geschichte Güssings. Die Magnatenfamilie Batthyány machte den Ort zu ihrem Stammsitz und ließ Burg und Stadt ausbauen. Im 16. Jahrhundert erhielt Güssing Stadtrechte und entwickelte sich zu einem Handelszentrum, besonders durch Bergbau und Märkte.
Die mittelalterliche Burg thront noch immer über der Stadt und gilt als älteste Burganlage des Burgenlandes. Weitere bedeutende Bauwerke sind das Franziskanerkloster mit der Basilika Mariä Heimsuchung, das Kastell Batthyány und das Schloss Draskovich. Güssing liegt inmitten des Naturparks „Weinidylle“ und beherbergt ein 60 Hektar großes Ramsar-Schutzgebiet.