Strem liegt im Südburgenland, eingebettet in eine breite Niederung des Strembaches. Die Marktgemeinde gehört zum Naturpark in der Weinidylle und ist Teil des Bezirks Güssing. Sie besteht aus vier Ortschaften: Deutsch Ehrensdorf, Steinfurt, Strem und Sumetendorf.
Erstmals erwähnt wird der Ort im Zusammenhang mit einer mittelalterlichen Wasserburg auf dem Ried Schloßriegel, die vermutlich um 1300 unterging. Im Jahr 1647 erhielt Strem die Marktrechte. Bis 1921 gehörte es zu Ungarn, doch nach dem Ersten Weltkrieg wurde es Österreich zugesprochen und Teil des neu gegründeten Burgenlands. Während des Zweiten Weltkriegs wurden hier ungarische Zwangsarbeiter eingesetzt, darunter auch Juden, die unter grausamen Bedingungen Schanzarbeiten verrichten mussten. Zwei Jahrzehnte später wurden die Verbrechen in Prozessen aufgearbeitet, und eine Familie aus Deutsch Ehrensdorf erhielt für ihre Rettungsaktion die Auszeichnung „Gerechte unter den Völkern“.
Die katholische Pfarrkirche Strem mit dem hl. Antonius als Patron ist ein klassizistischer Bau aus dem 19. Jahrhundert. Am Ortsrand erinnert ein künstliches Plateau an den Standort der ehemaligen Wehranlage. Wirtschaftlich setzt die Gemeinde auf erneuerbare Energien: Eine Biogasanlage versorgt rund 100 Gebäude mit Fernwärme, wobei ausschließlich nachwachsende Rohstoffe genutzt werden. Persönlichkeiten wie der Biochemiker Gottfried Schatz oder der Fußballspieler Kurt Garger stammen aus Strem.