Hard liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, direkt am Südufer des Bodensees. Eingebettet zwischen der Bregenzer Ach und der Mündung des Neuen Rheins in den See, gehört die Gemeinde zum Bezirk Bregenz. Teile der Europaschutzgebiete Mehrerauer Seeufer und Rheindelta liegen auf ihrem Gebiet.
Die erste Besiedlung durch Alemannen um das Jahr 700 lässt sich nachweisen, doch der Name Hard – althochdeutsch für Wald – taucht erst später auf. Im 13. Jahrhundert rodeten Siedler Waldflächen nahe dem See, und 1249 wurde der Ort erstmals in einem Schutzbrief Papst Innozenz’ IV. an das Kloster Mehrerau erwähnt. Durch Erbschaft gelangte Hard 1451 zu Österreich, und 1499 fand hier eine Schlacht zwischen Eidgenossen und dem Schwäbischen Bund statt. Die Industrialisierung begann 1794 mit der Eröffnung einer Textilmanufaktur, die später von Schweizer Unternehmern wie den Gebrüdern Jenny und Schindler zu einem der größten Textilbetriebe der Region ausgebaut wurde. 1905 erhielt Hard den Status einer Marktgemeinde.
Die Gemeinde besticht durch ihre historische und moderne Architektur. Die Pfarrkirche St. Sebastian, ein neuromanischer Bau aus dem 19. Jahrhundert, prägt das Ortsbild ebenso wie das Textildruckmuseum in der ehemaligen Wasserburg Mittelweiherburg. Ein weiteres Highlight ist die Villa Jenny, die heute als Kunstmuseum dient. Das Rheindelta mit seinen Schleienlöchern bietet ein einzigartiges Naturschutzgebiet. Wirtschaftlich ist Hard durch Industrieunternehmen wie ALPLA und den Fremdenverkehr geprägt, während der Seehafen mit dem historischen Dampfschiff Hohentwiel ein technisches Denkmal darstellt. Die Gemeinde wurde 1996 für ihr Ortsbild mit einer Goldmedaille im europäischen Wettbewerb „Entente Florale Europe“ ausgezeichnet.