Höchst liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, am nördlichen Ufer des Alten Rheins, der hier die Grenze zur Schweiz bildet. Gegenüber am Südufer schließt sich die Schweizer Gemeinde St. Margrethen an. Die Gemeinde erstreckt sich auf einer Fläche von etwas mehr als zwanzig Quadratkilometern und liegt auf etwa 400 Metern Höhe. Sie ist Teil des Rheindeltas, das durch den Bodensee und den Rhein geprägt wird, und grenzt im Westen und Norden an den See sowie an die Nachbargemeinden Gaißau und Fußach.
Die erste urkundliche Erwähnung Höchsts stammt aus dem Jahr 805, als ein gewisser Cundradat Besitzungen an das Kloster St. Gallen schenkte. Im Mittelalter wechselte die Herrschaft mehrfach, zunächst an die Montforter, dann an die Habsburger. Höchst war lange ein Doppeldorf, das sich in einen linksrheinischen und einen rechtsrheinischen Teil gliederte. Die Verbindung zum Kloster St. Gallen blieb bis zu dessen Auflösung 1798 bestehen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort von schwedischen Truppen heimgesucht, die hohe Kontributionen forderten.
Höchst ist bekannt für sein Europaschutzgebiet Rheindelta, ein bedeutendes Feuchtgebiet und Vogelschutzreservat nach europäischem Recht. In den geschützten Streuwiesen und Wäldern leben seltene Pflanzen- und Tierarten. Der Ort selbst ist von Hochwassern weniger betroffen als benachbarte Gemeinden, da das Schutzgebiet im Norden als natürlicher Puffer wirkt. Die einst klar getrennten Ortsteile wie Brugg oder Birkenfeld sind heute durch den Siedlungsbau nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend zusammengewachsen.