Lustenau liegt im Westen Vorarlbergs am östlichen Ufer des Alpenrheins, nur wenige Kilometer vom Bodensee entfernt. Das Ortszentrum befindet sich auf 404 Metern Höhe in der Rheintalebene, die durch junge Ablagerungen geprägt ist. Im Westen begrenzt der Rhein das Gemeindegebiet, während im Nordosten die Dornbirner Ach und im Osten der Rheintalbinnenkanal die Grenzen bilden. Die Landschaft war einst von Seen und Mooren durchzogen, die heute nur noch in Flurnamen wie „Seelache“ nachklingen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Lustenau im Jahr 887 als „Lustenoua“ in einer Urkunde Karls des Dicken. Über Jahrhunderte blieb der Ort ein freier Reichshof, bis er 1830 endgültig zu Österreich kam. Bis ins 19. Jahrhundert lebte die Gemeinde vor allem von der Landwirtschaft, bevor sie sich zur Hochburg der Vorarlberger Stickereiindustrie entwickelte. Die wirtschaftliche Blüte setzte mit der Rheinregulierung und dem Bau von Entwässerungskanälen ein, die die Hochwassergefahr bannten.
Heute ist Lustenau vor allem für sein großes Kirchweihfest, die „Kilbi“, bekannt und prägt mit erfolgreichen Fußball- und Eishockeymannschaften den Sport in der Region. Die Gemeinde beherbergt bedeutende Naturschutzgebiete wie das Streuwiesenkomplex „Gsieg – Obere Mähder“, das mit seiner artenreichen Flora und Fauna beeindruckt. Auch der markante Dialekt der Bewohner und die historische Verbindung zur Schweiz sind prägende Merkmale des Ortes.