Hartl liegt im sanften Hügelland der Oststeiermark, etwa ein Dutzend Kilometer südlich von Hartberg und rund 35 Kilometer östlich von Graz. Der Nörningbach schlängelt sich durch das gleichnamige Tal und mündet bei Sebersdorf in die Pöllauer Safen, während er mit seinen Zuflüssen das Gebiet entwässert. Die Gemeinde besteht aus fünf Ortsteilen, darunter das namensgebende Hartl mit mehreren Weilern wie Frauenhofen und Nörning.
Erstmals erwähnt wird Hartl im Rahmen einer Gemeindestrukturreform, als es sich mit Großhart und Tiefenbach bei Kaindorf zusammenschloss. Zuvor war es eine eigenständige Gemeinde, deren Geschichte eng mit der umliegenden Region verwoben ist. Wirtschaftlich prägte lange die Landwirtschaft das Bild, doch heute findet sich im Gewerbepark an der Wechsel Bundesstraße ein modernes Zentrum mit Betrieben und Arbeitsplätzen.
Besonders bekannt ist Hartl für die Engelskapelle, die in den frühen 2000er-Jahren entstand und mit ihrer markanten Architektur an eine französische Wallfahrtskirche erinnert. Sie wurde schnell zum geistigen Mittelpunkt der Gemeinde. Politisch wird Hartl von der ÖVP dominiert, deren Bürgermeister Hermann Grassl bereits vor der Fusion über Jahrzehnte das Amt innehatte. Die Gemeinde ist Teil mehrerer regionaler Netzwerke wie der Ökoregion Kaindorf und setzt auf nachhaltige Entwicklung.