Herford liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens, eingebettet zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge. Die Stadt erstreckt sich im Ravensberger Hügelland, wo sanfte Hügel von kleinen Bächen durchzogen werden. Die Werre fließt von Bad Salzuflen kommend durch das Gebiet und mündet in die Aa, die nahe der Stadtgrenze entspringt. Mit Höhenlagen zwischen 56 und 240 Metern über dem Meeresspiegel prägt eine wellige Landschaft das Bild. Die Nachbarorte reichen von Bielefeld im Südwesten bis Vlotho im Nordosten.
Die Stadt blickt auf eine frühe Entwicklung zurück, die bis ins späte 8. Jahrhundert reicht. Im Mittelalter stieg Herford zu einer der bedeutendsten Handelsstädte Westfalens auf und war als freie Reichsstadt politisch unabhängig. Ein Frauenkloster, um das Jahr 800 gegründet, wurde zu einem geistigen Zentrum. Bis zur preußischen Annexion 1652 blieb Herford reichsunmittelbar, während das Stiftsterritorium sogar bis 1803 als Reichsabtei bestand. Später verlor die Stadt ihre Kreisfreiheit, die sie erst nach Jahrzehnten zurückerhielt.
Herford trägt den Beinamen Hansestadt und pflegt diese Tradition als Gründungsmitglied der Westfälischen Hansestädte. Die historische Innenstadt mit ihren Stadtvierteln Altstadt, Neustadt und Radewig wird von alten Wallanlagen umschlossen. Im Stadtgebiet finden sich markante Erhebungen wie der Dornberg oder der Homberg. Ein Tierpark in der Neustadt und die Nähe zum Teutoburger Wald prägen die Umgebung. Die Stadt verbindet damit historische Bedeutung mit einer landschaftlich reizvollen Lage.