Herisau liegt im Schweizer Kanton Appenzell Ausserrhoden, südwestlich von St. Gallen an der Glatt. Die Gemeinde erstreckt sich über ein Gebiet von mehr als 25 Quadratkilometern und umfasst neben dem Hauptort mehrere Ortsteile wie Schachen, Ramsen und Schwänberg. Das Zentrum befindet sich auf etwa 770 Metern über Meer, während der höchste Punkt auf der Polishöchi fast 1000 Meter erreicht. Im Norden grenzt Herisau an St. Gallen, im Westen an Stein und Hundwil, im Süden an Waldstatt und Schwellbrunn.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung stammen aus der Mittelsteinzeit, doch die dauerhafte alemannische Ansiedlung begann im achten Jahrhundert. Urkundlich erwähnt wurde Herisau erstmals im neunten Jahrhundert, als das Kloster St. Gallen hier eine Kirche und eine Eigenkirche errichtete. Im Mittelalter prägten Burgen wie die Rosenberg und die Rosenburg das Bild, von denen heute nur noch Ruinen zeugen. Herisau entwickelte sich zu einem wichtigen Meieramt des Klosters und spielte eine zentrale Rolle in den Appenzeller Kriegen, in denen es sich gegen die Abtei St. Gallen stellte.
Heute gilt Herisau als einer der Hauptorte des Kantons und beherbergt das Kantonsparlament und die Kantonsregierung. Die reformierte Kirche mit ihrem markanten Turm stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist ein prägendes Bauwerk. Das Rathaus aus dem frühen 17. Jahrhundert unterstreicht die historische Bedeutung des Ortes. Herisau wurde 2003 zur Alpenstadt des Jahres gewählt und ist bekannt für seine lebendige Gemeinschaft und die malerische Landschaft am Jakobsweg.