Hettingen liegt im Norden des Landkreises Sigmaringen in Baden-Württemberg, eingebettet in die Schwäbische Alb. Der Ort erstreckt sich entlang des Laucherttals, wo die Höhen zwischen 630 und 795 Metern wechseln. Der Stadtteil Inneringen befindet sich auf der Albhochfläche, nahe dem Signalstein „auf der Eck“, der 818,96 Meter über dem Meeresspiegel misst. Die Gemarkung umfasst etwa 4606 Hektar. Im Norden grenzt Hettingen an Gammertingen, im Osten an Langenenslingen, im Süden an Veringenstadt und im Westen an Neufra.
Die alamannische Siedlung wurde erstmals 1135 als „Hatingin“ erwähnt, benannt nach Adalbert Graf von Heatingen. Im 12. Jahrhundert gehörte der Ort den Grafen von Achalm, später den Grafen von Veringen, die vermutlich eine Burg errichteten. Im 13. Jahrhundert entstand unterhalb der Burg eine städtische Siedlung in regelmäßiger Bauweise. Die Herren von Speth erwarben 1524 die Herrschaft und teilten sie 1599 auf. Nach dem Ende ihrer Herrschaft verlor Hettingen vorübergehend seinen städtischen Charakter. 1720 wurde das Schloss erbaut, das bis ins 20. Jahrhundert im Besitz der Familie Speth blieb. 1850 kam der Ort zu Preußen und erhielt 1952 erneut Stadtrechte.
Hettingen prägt ein historischer Ortskern mit Flügelmauern an der Lauchert, die einst dem Schutz dienten. Das Schloss aus dem Jahr 1720 blieb bis ins 20. Jahrhundert im Familienbesitz der Speth. Die katholische Prägung zeigt sich in den Gemeinden mit dem Patrozinium des Heiligen Martin. Inneringen, das 1975 eingemeindet wurde, erinnert mit Glockenläuten an eine verheerende Hagelkatastrophe im Jahr 1853. Die Stadt liegt im Naturpark Obere Donau und ist umgeben von Schutzgebieten wie dem Fehlatal und dem Laucherttal.