Hinwil liegt im Zürcher Oberland, eingebettet zwischen dem Bachtel, der mit über 1100 Metern Höhe die Landschaft prägt, und dem Pfäffikersee. Die Gemeinde erstreckt sich über 22 Quadratkilometer und umfasst neben dem Hauptort mehrere Aussenwachten wie Girenbad, Hadlikon und Wernetshausen. Durch den Wildbach ist das Gebiet mit dem See verbunden, während der Bachtel als markanter Hausberg die Umgebung überragt.
Die Wurzeln Hinwils reichen bis in die Römerzeit zurück, wie Mauerreste in der reformierten Kirche belegen. Im Mittelalter gehörte der Ort zur Herrschaft Grüningen, bevor Zürich im 15. Jahrhundert die meisten Rechte übernahm. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem 8. Jahrhundert, als ein alamannischer Weiler namens Hunichinwilare erwähnt wurde. Im 18. Jahrhundert lebte die Bevölkerung vor allem von der Baumwollverarbeitung, bevor sich später Industrie und Dienstleistungen durchsetzten.
Besonders bekannt ist Hinwil für seinen Hausberg Bachtel, der als beliebtes Wanderziel gilt. Historische Spuren wie die Ruine Bernegg oder der sagenumwobene Zwölfistein-Findling zeugen von der langen Geschichte. Wirtschaftlich prägend sind heute ein Formel-1-Rennstall und verschiedene Industrie- und Dienstleistungsbetriebe. Die katholische Kirche Liebfrauen mit ihrem neuromanischen Stil und die Viva Kirche als evangelische Freikirche ergänzen das kulturelle Bild.