Rüti liegt im Zürcher Oberland, durchschnittlich 465 Meter über dem Meer, zwischen den Tössbergen und dem Batzberg. Der Fluss Jona durchzieht das Gebiet und prägt mit seiner Auenlandschaft das Bild. Der höchste Punkt, der Batzberg, erreicht 778 Meter und ist ein beliebtes Wanderziel mit weiten Aussichten. Nachbarorte sind Wald im Norden und Dürnten im Süden.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen ins 8. oder 9. Jahrhundert zurück. Der Ortsteil Fägswil wurde 807 erstmals urkundlich erwähnt, Rüti selbst erscheint 972 als Riutun. Der Name deutet auf eine gerodete Fläche hin. Ein prägendes Ereignis war die Gründung des Klosters Rüti im Jahr 1206, das sich zu einem geistlichen und wirtschaftlichen Zentrum entwickelte. Nach der Reformation übernahm die Stadt Zürich die Klostergebäude und richtete dort ein Amt ein. Ein Grossbrand zerstörte 1706 Teile des Amtshauses, das später neu erbaut wurde.
Heute ist Rüti vor allem durch seine Industriegeschichte bekannt, etwa durch die Maschinenfabrik Rüti, die aus einer Webereimaschinenfabrik des 19. Jahrhunderts hervorging. Das regionale Einkaufszentrum Bandwies bildet das Zentrum des Ortes. Die Gemeinde beherbergt auch ein Rekrutierungszentrum der Armee und des Zivilschutzes. Der Bahnhof liegt an der S-Bahn-Linie nach Zürich und Winterthur, während ein dichtes Busnetz die umliegenden Dörfer verbindet.