Hockenheim liegt in der Oberrheinischen Tiefebene, etwa zwanzig Kilometer südlich von Mannheim. Der Kraichbach durchfließt das Gebiet und teilt es in einen größeren östlichen und einen kleineren westlichen Teil, bevor er nahe Ketsch in den Rhein mündet. Die Stadt grenzt im Norden an Ketsch, im Osten an Schwetzingen und im Süden an Reilingen und Neulußheim. Im Westen bildet der Rhein die natürliche Grenze zu Rheinland-Pfalz.
Erste Spuren einer Besiedlung stammen aus der Römerzeit, als dort Ziegel einer in Mainz stationierten Legion hergestellt wurden. Urkundlich erstmals als Ochinheim erwähnt, wechselte der Name des Ortes über die Jahrhunderte häufig. Im Mittelalter gehörte Hockenheim zur Herrschaft der Burg Wersau, die später an die Pfalzgrafen überging. Kriege und französische Einflüsse prägten die Region, etwa durch Tabakanbau, der im 19. Jahrhundert die Zigarrenindustrie entstehen ließ.
Bekannt ist Hockenheim vor allem durch den Hockenheimring, eine international bedeutende Motorsport-Rennstrecke. Die Stadt erhielt 1895 die Stadtrechte und entwickelte sich im 20. Jahrhundert zum Zentrum des Spargelanbaus. Die Landschaft des Rheinbogens mit seinen Feuchtbiotopen ist ein geschütztes Rückzugsgebiet für seltene Pflanzen und Tiere.