Hof liegt im Nordosten Bayerns, wo die Saale ein breites Tal zwischen dem Mittelvogtländischen Kuppenland und der Münchberger Hochfläche durchfließt. Die Stadt erstreckt sich beiderseits des Flusses, dessen Ufer durch steile Hänge geprägt sind. Der tiefste Punkt liegt bei etwa 450 Metern, während der Kulm im Stadtgebiet auf 614 Meter ansteigt. Mit ihren 17 Saalebrücken und zwei Naherholungsgebieten, dem Theresienstein und dem Untreusee, bietet Hof ein abwechslungsreiches Landschaftsbild.
Die Ursprünge Hofs reichen bis zu einer Bauernsiedlung an der Regnitzmündung zurück, die um 1214 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Um 1230 entstand nördlich davon eine befestigte Neustadt, die durch Mauern und Tore geschützt war. Die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Handels- und Verkehrsknotenpunkt, besonders durch ihre Lage an einer alten Straßenverbindung ins Vogtland. Im 19. Jahrhundert wurde Hof zu einem bedeutenden Industrie- und Handelszentrum, das heute vor allem durch Textilindustrie, Logistik und Medien geprägt ist.
Hofs kulturelles Leben ist vielfältig: Die Freiheitshalle, das Theater und die Hofer Symphoniker zählen zu den kulturellen Highlights. Die Internationalen Hofer Filmtage und die beiden großen Stadtkirchen St. Marien und St. Michaelis prägen das Stadtbild. Mit dem Hofer Zoo, dem Botanischen Garten und einer Sternwarte bietet die Stadt auch für Freizeitaktivitäten viel. Ein besonderes Ereignis war 1989, als Flüchtlingszüge aus Prag am Hofer Hauptbahnhof ankamen.