Hohenweiler liegt im äußersten Norden Vorarlbergs, nahe dem Bodensee, und ist damit die nördlichste Gemeinde des Bundeslandes. Die Landschaft steigt vom tiefsten Punkt an der Leiblach auf etwa 700 Meter im Pfänderstock an, während rund die Hälfte der Fläche bewaldet ist. Im Osten erstreckt sich die unzugängliche Rohrachschlucht mit ihrem urwaldähnlichen Naturwald, der heute als Europaschutzgebiet ausgewiesen ist. Zwei Grenzgewässer prägen das Bild: die Leiblach im Nordwesten und der Rickenbach im Norden, die zugleich Österreich von Deutschland trennen.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 802, als Hohenweiler als „dritter Ort“ in einer Urkunde genannt wurde – damit gilt es als ältester bekannter Ort Österreichs. Schon die Römer nutzten die Gegend, wie Reste eines Burgus bei der Gmündmühle belegen. Über Jahrhunderte stand der Ort unter habsburgischer Herrschaft, bevor er 1805 vorübergehend zu Bayern gehörte und 1861 schließlich Teil Vorarlbergs wurde. Im April 1945 überquerten französische Truppen hier die Grenze, und bis 1955 gehörte Hohenweiler zur französischen Besatzungszone.
Besonders sehenswert ist die katholische Pfarrkirche zum heiligen Georg sowie das Kloster Mariastern-Gwiggen, das 1895 in schlichter voralpiner Gotik erbaut wurde. Die Gmündmühle, ein Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, beeindruckt mit originaler Einrichtung und zwei historischen Wanduhren. Wirtschaftlich spielt die Landwirtschaft eine große Rolle, und in der Gemeinde gibt es eine Volksschule, einen Kindergarten sowie eine Musikschule. Persönlichkeiten wie der Würzburger Hofbaumeister Joseph Greissing oder der Maler Alwin Arnegger stammen von hier.