Hörbranz liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, nördlich des Bodensees auf etwa 426 Metern Höhe. Im Westen grenzt die Gemeinde an die Leiblach, während das Gelände nach Osten hin auf rund 750 Meter ansteigt und zu den Hängen des Pfänderstocks gehört. Fast die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, während Wälder etwa ein Viertel ausmachen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Parzelle Leiblach im Jahr 802 als Liubilunaha, der heutige Ortsname erscheint 1226 als Herebrandeswiler. Im Mittelalter kam Hörbranz unter österreichische Herrschaft und wechselte später zwischen Tiroler und vorderösterreichischer Verwaltung. Nach einer bayerischen Zwischenzeit kehrte es 1814 zu Österreich zurück und gehört seit 1861 zu Vorarlberg. Bis 1955 zählte die Gemeinde zur französischen Besatzungszone, bevor sie 2008 zur Marktgemeinde erhoben wurde.
Die Gemeinde beherbergt das Salvatorkolleg, ein im Rundbogenstil errichtetes Gebäudeensemble mit mediterranem Flair, das heute als kirchliche Bildungsstätte dient. Die katholische Pfarrkirche ist dem heiligen Martin geweiht, während im Ortsteil Backenreute die Reste des Schlosses Halbenstein zu finden sind. Hörbranz verbindet ländliche Tradition mit moderner Infrastruktur, darunter einen gemeinsamen Bahnhof mit Lochau an der Strecke Lindau–Bludenz.