Holle liegt im Landkreis Hildesheim in Niedersachsen, eingebettet zwischen den Höhenzügen Vorholz, Lichtenberge und Hainberg. Die Landschaft wird von den Flusstälern der Innerste und Nette sowie ausgedehnten Waldgebieten geprägt, die der Gemeinde den Beinamen „grüne Lunge“ einbringen. Mit etwa 66 Quadratkilometern Fläche erstreckt sie sich unweit der Großräume Hannover, Hildesheim, Braunschweig und Salzgitter.
Schon in germanischer Zeit muss Holle eine bedeutende Rolle gespielt haben, wie Funde vom Holler Kirchberg belegen. Urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1146. Die Ritterfamilie von Holle prägte lange die Geschicke der Region, bis die Grafen vom Wohldenberg an Einfluss gewannen. Aus dieser Zeit stammt Berthold von Holle, ein früher Dichter höfischer Literatur. Das Augustinerkloster wurde später nach Derneburg verlegt und entwickelte sich zu einem mächtigen Grundbesitzer. Nach wechselnden Herrschaften fiel Holle schließlich an das Hochstift Hildesheim und später an Braunschweig-Wolfenbüttel.
Holle ist bekannt für seine historischen Kulturgüter und die malerische Umgebung. Der Ort erhielt 1728 das Recht, Jahrmärkte abzuhalten, die bis ins 20. Jahrhundert stattfanden. Die Gemeinde besteht aus zwölf Ortsteilen, darunter Derneburg mit seinem Kloster und Burg Wohldenberg. Ein Brand zerstörte 2007 Teile der evangelischen St. Martinikirche. Das Gemeindewappen zeigt einen Eichenbaum und eine Scheibenfibel und verweist auf die frühe Siedlungsgeschichte.