Ichenhausen liegt im schwäbischen Teil Bayerns, dort wo die Günz in die Donau mündet. Die Stadt ist durch die Bundesstraße 16 und die Mittelschwabenbahn gut an das Verkehrsnetz angebunden. Zu ihr gehören sechs Gemeindeteile, darunter Hochwang und Autenried, die sich über die Landschaft verteilen.
Erstmals erwähnt wird der Ort im frühen 11. Jahrhundert, als ein Mangold von Ichenhausen urkundlich genannt wird. Im Mittelalter prägten die Herren von Roth die Entwicklung, bis die Reichsfreiherren vom Stain die Herrschaft übernahmen. Jahrhundertelang lebten hier jüdische Familien, die eine eigene Synagoge errichteten und einen Friedhof anlegten. Nach der Zerstörung während der Novemberpogrome 1938 wurden die meisten jüdischen Bürger deportiert und ermordet.
Heute ist Ichenhausen vor allem für seine historischen Bauwerke bekannt. Die ehemalige Synagoge dient als „Haus der Begegnung“, und der jüdische Friedhof zählt zu den Sehenswürdigkeiten. Ein besonderes Museum ist das Bayerische Schulmuseum, während das Schloss Autenried mit seinem Ikonenmuseum einen Einblick in die regionale Geschichte gibt. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Gemeinden in Italien und Frankreich und bietet ein vielfältiges Vereinsleben, darunter den ältesten deutschen Jenischen-Fußballverein.