Ilvesheim liegt im Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg, eingebettet in eine Neckarschleife des Oberrheingrabens. Die Gemeinde erstreckt sich über eine markante Insel, die durch den Bau des Neckarkanals in den 1920er Jahren entstand, als der Flusslauf begradigt wurde. Der höchste Punkt der Gemarkung, der Atzelbuckel, erreicht eine Höhe von 102 Metern über Normalnull. Die Landschaft wird von Aueböden und Schwemmkegeln geprägt, die eine ertragreiche Landwirtschaft ermöglichen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Ilvesheim im Jahr 766 als „Ulvinisheim“ in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch. Über Jahrhunderte gehörte der Ort zur Kurpfalz und war Teil der Schriesheimer Zent. Nach Zerstörungen im Pfälzischen Erbfolgekrieg und im Dreißigjährigen Krieg entwickelte sich Ilvesheim zu einem badischen Dorf. Im 20. Jahrhundert wandelte es sich zu einer Wohngemeinde, deren Bewohner vorwiegend in Mannheim arbeiten.
Besonders bekannt ist Ilvesheim für sein Schloss, das heute eine staatliche Schule für Blinde und Sehbehinderte beherbergt. Ein traditionelles Fest ist das alljährliche Fischerfest am ersten Juniwochenende, das an die frühere Bedeutung des Fischfangs erinnert. Die Gemeinde pflegt eine enge Verbindung zu den Nachbarstädten Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen, die nur wenige Kilometer entfernt liegen.