Ischgl liegt hoch im Paznauntal, umgeben von den Gebirgsgruppen Silvretta und Verwall. Auf etwa 1400 Metern Höhe durchfließt die Trisanna das Gemeindegebiet, in das der Fimbabach mündet. Der Ort ist Teil des Gerichtsbezirks Landeck und grenzt an die Schweiz. Mit dem Skigebiet Silvretta Arena, das mit Samnaun verbunden ist, zählt er zu den bekanntesten Wintersportorten der Alpen.
Ursprünglich als rätoromanisches Bergbauerndorf besiedelt, wurde Ischgl später von Walsern geprägt. Wirtschaftlich war es lange mit dem Engadin und Vorarlberg verbunden, bis Handelswege versiegten und die Bevölkerung abwanderte. Erst im späten 19. Jahrhundert eröffnete der Tourismus neue Perspektiven, als Alpenvereine Schutzhütten errichteten und erste Gäste anzogen.
Heute ist Ischgl ein internationaler Tourismusort mit einem der größten Skigebiete Österreichs. Berühmt für seine Après-Ski-Partys und Konzerte, wird der Ort auch als „Ibiza der Alpen“ bezeichnet. Neben modernen Hotels und der Silvretta Therme prägen barocke Kirchen und Kapellen das Bild, darunter die Pfarrkirche hl. Nikolaus und die Expositurkirche Mathon.