Issum liegt im niederrheinischen Tiefland nahe dem linken Rheinufer in Nordrhein-Westfalen. Durchschnittlich zwei Dutzend Meter über dem Meeresspiegel durchzieht die Issumer Fleuth das Gebiet, in der auch die Nenneper Fleuth mündet. Die Gemeinde erstreckt sich über etwa 54 Quadratkilometer und besteht aus den beiden Ortsteilen Issum und Sevelen, die jeweils mehrere kleinere Ansiedlungen umfassen.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung finden sich im frühen Mittelalter, etwa durch archäologische Funde in Sevelen. Issum selbst wurde erstmals im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt, als eine Wasserburg an der Fleuth erwähnt wird. Über die Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach, darunter an Kölner Kurfürsten und geldrische Adelsfamilien. Beide Ortsteile gehörten lange unterschiedlichen Territorien an, bis sie nach der französischen und preußischen Zeit vereint wurden.
Heute prägen historische Bauwerke wie die ehemalige Wasserburg Haus Issum mit Heimatmuseum das Bild. Die Synagoge aus dem 19. Jahrhundert, heute ein Denkmal, erinnert an die untergegangene jüdische Gemeinde. Das Gemeindewappen vereint Symbole beider Ortsteile, darunter den Hirsch von Issum und die Antoniuskreuze von Sevelen, die auf das traditionelle Töpferhandwerk verweisen.