Stadtroda liegt im Thüringer Holzland, eingebettet zwischen 200 und 280 Metern Höhe an der Roda, einem Nebenfluss der Saale. Am Stadtrand mündet der Zeitzbach in den Fluss und bildet ein Naherholungsgebiet. Die Stadt ist von weiteren Orten wie Schlöben im Norden oder Tissa im Süden umgeben und gilt als staatlich anerkannter Erholungsort.
Die Wurzeln der Siedlung reichen bis ins 9. oder 10. Jahrhundert zurück, als sich am Fluss Roda eine Ansiedlung bildete. Ein Wehrturm, der später zur Heilig-Kreuz-Kirche wurde, entstand dort im 11. Jahrhundert. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1210, und 1247 entstand ein Zisterzienserinnenkloster, das als Grablege der Herren von Lobdeburg diente. 1310 erhielt Stadtroda das Stadtrecht und entwickelte sich unter wechselnden Landesherren, darunter die Grafen von Schwarzburg und verschiedene ernestinische Linien.
Prägend für die Stadt ist die über 1000 Jahre alte Heilig-Kreuz-Kirche mit ihrem Wehrturm. Das barocke Schloss aus dem 17. Jahrhundert gehört ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten. Stadtroda ist zudem für seine Gedenkstätten bekannt, darunter eine Anlage auf dem St.-Jakobs-Friedhof für Opfer des Nationalsozialismus und Zwangsarbeit. Die Stadt pflegt eine Partnerschaft mit Tachov in Tschechien und Homberg (Ohm) in Hessen.