Jüchen liegt im Rhein-Kreis Neuss zwischen Mönchengladbach im Nordwesten und Grevenbroich im Südosten. Der Tagebau Garzweiler grenzt unmittelbar südlich an den Ortsteil Hochneukirch. Das Stadtgebiet erstreckt sich etwa zehn Kilometer von Nord nach Süd und knapp neun Kilometer von Ost nach West.
Erste Spuren reichen bis zu den Bandkeramikern zurück, fränkische Gräber belegen Siedlungen aus dem 4. und 5. Jahrhundert. Eine sichere Erwähnung findet sich 1273/74 als „Jughende“, der Name könnte von einem wallenden Bach oder einer römischen Villa namens Jucunda stammen. Jüchen gehörte lange zum Herzogtum Jülich, wurde 1794 von französischen Truppen besetzt und später preußisch. Nach mehreren Verwaltungsreformen entstand 1975 die heutige Gemeinde aus Jüchen, Hochneukirch, Garzweiler und Bedburdyck.
Besonders geprägt ist der Ort durch die neugotische katholische Kirche St. Jakobus und die evangelische Hofkirche. Historische Windmühlentürme, das denkmalgeschützte Haus Katz und der Wasserturm in Alt-Holz erinnern an vergangene Zeiten. Schloss Dyck und das Nikolauskloster bei Damm liegen in der Nähe. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Peter Bamm oder die Bundesbildungsministerin Annette Schavan stammen aus Jüchen.