Kalek liegt im Erzgebirge nahe dem Kamm an der tschechisch-deutschen Grenze, wo die Natzschung den Grenzverlauf markiert. Auf etwa 700 Metern Höhe erstreckt sich das Gemeindegebiet mit den Ortsteilen Jindřichova Ves, Kalek und Načetín, zu denen auch die Grundsiedlungseinheiten Gabrielina huť und Načetín I gehören. Die Landschaft ist geprägt vom Gebirgskamm und den hier vorkommenden präpaläozoischen Marmoren der Rusova-Formation.
Erstmals erwähnt wird Kalek 1555 unter dem Namen Telczpach, später auch als Langenhart und Kallich. Der Ort entstand aus Köhler- und Holzfällerhäusern entlang einer Straße ohne zentralen Dorfplatz. 1579 wurde ein Hammerwerk für Bleche errichtet, das Erz stammte aus der heutigen Kirchengegend. Nach der Zwangskatholisierung durch Georg Popel von Lobkowicz flohen viele protestantische Einwohner nach Sachsen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Dorf mehrfach verwüstet, doch später entstand 1702 eine Steinkirche des Heiligen Wenzel und 1766 ein barockes Jagdschloss für Kaiser Josef II.
Das Jagdschloss und die Kirche prägen bis heute das Ortsbild. Wirtschaftlich lebte Kalek lange von Eisenwerken, Hammerwerken und später von Spielwaren- und Holzindustrie. Nach dem Niedergang der Eisenwerke im 19. Jahrhundert folgten Versuche mit Emailgeschirr und Möbelfabriken. Das gesellschaftliche Leben konzentrierte sich auf Vereine wie die Freiwillige Feuerwehr und landwirtschaftliche Zusammenschlüsse. Heute erinnert ein Gedenkstein der Heimatvertriebenen an die Vertreibungszeit.