Kipfenberg liegt im oberbayerischen Landkreis Eichstätt, eingebettet in die Altmühlalb. Der Ort wird vom Altmühltal durchzogen, und etwa 500 Meter östlich befindet sich der geographische Mittelpunkt Bayerns. Vor rund zweitausend Jahren verlief hier der römische Limes, der heute zum Weltkulturerbe zählt. Der Markt besteht aus mehreren Gemeindeteilen, darunter Böhming, Kemathen und Grösdorf.
Die Geschichte Kipfenbergs reicht weit zurück. Schon aus der Bronzezeit stammt ein Hockergrab, und auf dem Michelsberg entstand um 330 eine germanische Gauburg. Später prägten Römer und Alamannen die Region, wie Funde aus Böhming zeigen. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Kipfenberg 1266, doch bereits 1352 erhielt der Ort das Marktrecht. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach, bis er 1806 endgültig zu Bayern kam. Prägend waren auch die Pest und die Verwüstung durch die Schweden im Dreißigjährigen Krieg.
Kipfenbergs Sehenswürdigkeiten spiegeln seine reiche Vergangenheit wider. Die Burg beherbergt heute ein Römer- und Bajuwarenmuseum mit Limes-InfoPoint. Die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt besticht durch ihre barocke Ausstattung, während die Filialkirche St. Georg eine original erhaltene Barockorgel besitzt. Ein besonderes Brauchtum ist der Fasenickl, eine prächtig kostümierte Fastnachtsfigur mit tief verwurzelten Ritualen. Naturdenkmäler wie die Karstquelle Grüntopf in Grösdorf und der Gedenkstein für den bayerischen Mittelpunkt runden das Bild ab.