Klatovy liegt im Süden der Region Plzeňský kraj, eingebettet in eine sanfte Mulde, die der Fluss Úhlava durchzieht. Am westlichen Stadtrand erhebt sich ein markanter Hügel, während sich im Norden ein weiterer bewaldeter Berg erhebt. Die Stadt ist ein wichtiger Knotenpunkt im Straßennetz und wird von einer Eisenbahnlinie durchquert, die bis in den Bayerischen Wald führt. Im Sommer verkehren hier historische Züge, die Besucher aus der Region Ostbayern anlocken.
Die Stadt entstand im 13. Jahrhundert an einer alten Handelsroute, die Böhmen mit Bayern verband, und wurde unter König Ottokar II. Přemysl zur Königsstadt erhoben. Im 15. Jahrhundert prägten die Hussiten das Stadtbild, bevor im Dreißigjährigen Krieg Zerstörungen folgten. Die Jesuiten brachten im 17. Jahrhundert den Barock nach Klatovy und prägten mit ihren Bauwerken die Stadt. Später wurde Klatovy zur Kreisstadt und erlebte wirtschaftliche Veränderungen, darunter die Einführung neuer Gewerbe wie der Nelkenzucht.
Heute besticht Klatovy durch seine barocke Architektur, darunter die ehemalige Dominikanerklosterkirche und die restaurierte Apotheke Zum weißen Einhorn, die heute als Museum dient. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz und zieht mit historischen Gebäuden, Cafés und kulturellen Einrichtungen Besucher an. Die Partnerschaften mit Städten wie Cham und Poligny zeigen die internationale Vernetzung.