Mochtín liegt in einem hügeligen Übergangsgebiet zwischen dem Nepomuker und dem Drosauer Bergland, etwa sieben Kilometer südöstlich von Klatovy. Der Ort wird vom Mochtínský potok durchflossen, der hier den Bystrý potok aufnimmt. Rund um das Dorf erheben sich mehrere markante Hügel wie der Barák, die Rovná oder der Chlumec, während im Süden die bewaldeten Kuppen der Boušový und Drkolná aufragen. Die Staatsstraße I/22 verbindet Mochtín mit Klatovy und Horažďovice.
Erstmals taucht Mochtín 1398 in Urkunden auf, als das Gut an Půta von Dolany verkauft wurde. Im 15. Jahrhundert spielte der Ort eine Rolle während der Hussitenkriege, als es hier zu einem Gefecht kam, das den Weg für die Schlacht bei Klatovy ebnete. Später wechselten die Besitzer häufig, darunter Wolf Sedlecký von Újezdec, der das Gut im 16. Jahrhundert an seine Herrschaft Měcholupy anschloss. Im frühen 19. Jahrhundert gründete ein preußischer Rittmeister hier die erste Zichorienfabrik Böhmens, die bald zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor wurde. Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Mochtín mit umliegenden Ortsteilen eine eigenständige Gemeinde.
Besonders sehenswert sind das um 1868 erbaute Schloss Mochtín, das heute in Privatbesitz ist, sowie das neugotisch umgestaltete Schloss Nový Čestín mit seiner ehemaligen Parkanlage. In der Umgebung finden sich zudem eine Kapelle in Mochtín, eine Messkapelle der Heiligen Dreifaltigkeit in Nový Čestín und die mittelalterliche Feste Srbice. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Hoštice, Kocourov und Těšetiny, die jeweils eigene historische Spuren tragen.