Kleinzell gehört zum Mostviertel in Niederösterreich und liegt in einem von Wäldern geprägten Tal, dem Halbachtal. Der Halbach durchfließt die Gemeinde, die auf etwa 480 Metern Seehöhe liegt. Im Westen erhebt sich die Reisalpe, mit 1399 Metern der höchste Berg der Gutensteiner Alpen, während im Osten das Dürrholzer Kreuz die Grenze markiert. Die Gemeinde umfasst vier Ortschaften, darunter das namensgebende Kleinzell mit den meisten Einwohnern.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Römerzeit zurück, als das Gebiet zur Provinz Noricum zählte. Bekannt wurde Kleinzell vor allem durch die 1887 eröffnete Kuranstalt Salzerbad. Ein tragisches Ereignis ereignete sich 1945, als ein Zugwagen auf einer unbefestigten Straße in den Halbach stürzte und mehrere Menschenleben forderte. Die Gemeinde lebt heute von Landwirtschaft und Tourismus, wobei die umliegenden Berge Wanderer anziehen.
Kleinzell ist durch die L 133 mit der Gutensteiner und Hainfelder Straße verbunden, eine beliebte Route für Motorradfahrer. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt prägt das Ortsbild, und die Kalte Kuchl bietet eine historische Passhöhe mit Museum. Persönlichkeiten wie der Dirigent Hans Richter oder die Journalistin Marlene Groihofer haben hier gewirkt oder sind hier geboren. Die Gemeinde verfügt über eine Volksschule und einen Kindergarten und ist Teil des öffentlichen Verkehrsnetzes.