Ramsau liegt im Mostviertel, einem hügeligen Gebiet in Niederösterreich, und ist von ausgedehnten Wäldern geprägt, die über vier Fünftel der Gemeindefläche bedecken. Die Gemeinde erstreckt sich über fast 55 Quadratkilometer und besteht aus neun Katastralgemeinden wie Schneidbach oder Oberried. Geologisch war das Gebiet einst von einem Ozean bedeckt, wie Ammonitenfunde belegen.
Der Name Ramsau geht vermutlich auf slawische oder althochdeutsche Wurzeln zurück und verweist auf Hochwasser oder Bärlauchwiesen. Urkundlich erstmals 1161 erwähnt, war der Ort im Mittelalter Sitz eines Adelsgeschlechts. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Ramsau durch die Eisenbahn zu einem beliebten Rückzugsort für Wiener Sommerfrischler, die hier Villen errichteten.
Die katholische Pfarrkirche Mariä Empfängnis prägt das Ortsbild. Bekannt ist Ramsau auch für sein Wappen mit Tanne, Sensen und Drudenfuß, das 1996 verliehen wurde. Persönlichkeiten wie der Hymnologe Joseph Gabler oder der Rallyefahrer Franz Wittmann stammen von hier. Neben Kindergarten und Volksschule bietet die Gemeinde eine aktive Kommunalpolitik mit wechselnden Mehrheiten in den letzten Jahrzehnten.