Michelbach liegt im bergigen Mostviertel Niederösterreichs, südöstlich der Stadt St. Pölten. Die Gemeinde erstreckt sich über fast fünfundzwanzig Quadratkilometer, wobei fast die Hälfte des Gebiets aus Wäldern und fast ebensoviel aus Feldern besteht. Acht kleine Dörfer und Weiler gehören dazu, darunter Mayerhöfen und die beiden namensgebenden Ortsteile Michelbach Dorf und Michelbach Markt.
Erstmals taucht der Ort im Jahr 1124 als Michilpach in einer Urkunde auf, als er aus der Pfarre Pyhra ausgegliedert und zur eigenen Pfarre erhoben wurde. Später wechselten die Besitzer, und die Reformation prägte das Leben, bis die katholische Pfarre wieder von Pyhra aus betreut wurde. Zwei große Türkenbelagerungen verwüsteten den Ort schwer, doch nach dem Wiederaufbau siedelten sich neue Bewohner an. Auch Hochwasser und der Zweite Weltkrieg hinterließen Spuren in der Geschichte Michelbachs.
Heute ist die Gemeinde für ihre historische Kirche und ein Bauernmuseum bekannt, das alte Geräte zeigt. Eine Köhlerei bewahrt das traditionelle Handwerk der Holzkohleherstellung, und ein großer Kornelkirschenbaum gilt als Besonderheit. Die Sternwarte auf einem Hügel bietet Himmelsbeobachtungen, und das Elsbeerreich in der Umgebung fördert den Schutz einer seltenen Baumart. Eine früh errichtete Windkraftanlage zeigt zudem den Einsatz für erneuerbare Energien.