Klingenthal liegt im Südosten des sächsischen Vogtlandkreises, nahe der tschechischen Grenze und am Fuße des Aschbergs. Die Stadt erstreckt sich längs der Flüsse Brunndöbra und Zwota, die sich an der Grenze zum Grenzfluss Zwotau vereinen. Umgeben von Nadelwäldern und Bergen wie dem Kiel oder dem Schwarzberg gehört sie zum Naturpark Erzgebirge/Vogtland und zum Westerzgebirge.
Die Stadt entstand aus einem Hammerwerk, das 1591 an der Zwota errichtet wurde und später im Kirchenbuch als „Höllhammer“ erwähnt wurde. Bergleute und Köhler prägten zunächst das Leben, bis böhmische Exulanten im 17. Jahrhundert den Geigenbau einführten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Klingenthal zu einem Zentrum der Harmonikaproduktion, während der Wintersport durch die umliegenden Berge an Bedeutung gewann.
Heute ist Klingenthal bekannt für seine Musiktradition, etwa durch das Musik- und Wintersportmuseum oder das Harmonikamuseum in Zwota. Der Tierpark auf der Richard-Wagner-Höhe und das Arboretum „An der Braunleithe“ laden zum Besuch ein. Städtepartnerschaften mit Kraslice in Tschechien, Neuenrade in Deutschland und Castelfidardo in Italien unterstreichen die internationale Verbindung.