Stříbrná liegt im böhmischen Teil des Westerzgebirges, eingebettet zwischen bewaldeten Bergen und durchflossen vom Stříbrný potok. Drei Kilometer nördlich von Kraslice gelegen, erstreckt sich der Ort entlang des Baches von Norden nach Süden. Im Nordwesten ragen der Tisovec und der Olověný vrch auf, während im Nordosten der Špičák die Landschaft prägt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1601, als im Graslitzer Bergbuch zwei Fundgruben verliehen wurden. Schon zuvor diente das Tal als Durchgangsroute einer alten Handelsstraße von Erfurt nach Prag. Die Bewohner lebten zunächst vom Bergbau, später von der Verarbeitung von Metallen wie Zinn, Kupfer und Kobalt. Im 19. Jahrhundert prägten Stickerei, Klöppelei und Perlmuttwaren die Wirtschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor der Ortsteil Nancy seine Bedeutung und wurde fast vollständig abgerissen.
Heute ist Stříbrná vor allem durch seine neoromanische Herz-Jesu-Kirche aus dem Jahr 1909 bekannt, die durch Spenden eines Kirchbauvereins entstand. Persönlichkeiten wie der Maler Franz Gruss oder der Musiker Jan Štván haben hier gewirkt. Die umliegenden Berge und der Silberbach verleihen dem Ort seinen besonderen Charme.