Kőszeg liegt im Westen Ungarns, nahe der österreichischen Grenze, am rechten Ufer der Güns und am Fuße des Günser Gebirges, das zu den Alpen zählt. Die Stadt ist Hauptort ihres Kreises und nur zwei Kilometer von Österreich entfernt.
Ihre Wurzeln reichen ins 13. Jahrhundert zurück, als ein Zweig der Familie Héder hier eine Hofhaltung einrichtete. Später wurde die Stadt zum Sitz der Güssinger Grafen, bis Karl von Anjou ihre Macht brach und Kőszeg 1328 zur königlichen Stadt erhob. Berühmt wurde sie 1532 durch die erfolgreiche Verteidigung gegen ein osmanisches Heer unter Nikola Jurišić. Nach den Türkenkriegen ging die Burg in den Besitz der Esterházy über, bis sie 1931 in andere Hände überging.
Heute besticht Kőszeg durch sein mittelalterliches Erbe, darunter die Burg Jurisics mit Museum, der restaurierte Hauptplatz und die neogotische Herz-Jesu-Kirche. Die barocke Kalvarienkirche auf dem nahen Kalvarienberg erinnert an die Pestzeit. Naturfreunde schätzen das Günser Gebirge mit dem höchsten Punkt, dem Geschriebenstein, und dem Wanderziel Siebenbründel. Die Stadt gilt als eine der schönsten Ungarns und wird wegen ihres Charakters auch „Schmuckkästchen Ungarns“ genannt.