Oberpullendorf liegt im Herzen des Mittelburgenlands und wird vom Stooberbach durchflossen, der sich von Nordwesten nach Südosten durch das Gemeindegebiet schlängelt. Westlich des Ortskerns erhebt sich die Kuppe Fenyös, Teil eines rund zwölf Millionen Jahre alten Vulkans mit übereinanderliegenden Lavaströmen. Die Stadt ist von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben, während Wälder und bebaute Gebiete den Rest ausmachen.
Die Gegend war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt, und während der Eisenzeit blühte hier eine keltische Eisenindustrie. Urkundlich erstmals erwähnt wurde die Siedlung als ungarische Grenzwächterstation im späten 10. Jahrhundert. Später wechselten die Grundherren zwischen Adelsfamilien wie den Cseszneky und Rohonczy, bevor der Ort 1921 zu Österreich kam. Die Zusammenlegung mit Mitterpullendorf und die Erhebung zur Stadt erfolgten erst in den 1950er und 1970er Jahren.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Franziskuskirche, das Schloss der Rohonczy oder die Pfarrkirche das Bild. Regelmäßige Veranstaltungen wie das Neujahrskonzert oder die Pullenale zeigen das kulturelle Leben, während Sportanlagen und Radwege die Umgebung erschließen. Ein besonderes Merkmal ist der „Krebslerbrunnen“, der auf den Necknamen der Bewohner anspielt.