Die Gemeinde Kottmar liegt im Süden der Oberlausitz und erstreckt sich zwischen Löbau und Zittau. Ihr höchster Punkt ist der Kottmar mit 583 Metern, auf dem sich eine der drei Spreequellen befindet. Die tiefste Stelle liegt in Ottenhain bei 295 Metern. Die Gemeinde entstand 2013 aus der Fusion dreier umliegender Gemeinden und umfasst sieben Ortsteile, darunter Eibau als Verwaltungssitz. Der Ortsteil Obercunnersdorf trägt den Titel eines staatlich anerkannten Erholungsortes.
Die ersten urkundlichen Erwähnungen reichen bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück, als Nieder- und Obercunnersdorf als Cunradisdorf genannt wurden. Später folgten Kottmarsdorf und Ottenhain, während Eibau bereits 1352 als Kirchdorf erwähnt wurde. Viele Orte sind als Waldhufendörfer angelegt und waren einst von der Leinenweberei geprägt. Eibau erlangte durch seine seit 1810 bestehende Brauerei überregionale Bekanntheit. Die heutige Gemeinde entstand durch den Zusammenschluss von Eibau, Niedercunnersdorf und Obercunnersdorf.
Kottmar zeichnet sich durch eine Vielzahl von Museen aus, die von der Dorfgeschichte bis zur Leinenweberei reichen. Besonders bekannt ist der Eibauer Bierzug, ein traditioneller Festumzug, der an einen historischen Bierstreit erinnert. Die Gemeinde beherbergt zudem den Aussichtsturm auf dem Kottmar und eine erhaltene Bockwindmühle in Kottmarsdorf. Persönlichkeiten wie der Astronom Ernst Wilhelm Leberecht Tempel oder der Liedermacher Gerhard Schnitter stammen aus der Region.