Löbau liegt im Osten Sachsens, eingebettet zwischen dem Lausitzer Bergland und dem Oberlausitzer Gefilde. Die Stadt breitet sich im Löbauer Kessel aus, umgeben von markanten Erhebungen wie dem Löbauer Berg und dem Schafberg, die durch vulkanische Aktivitäten entstanden sind. Diese Berge bestehen aus Basaltgestein, das in Form von Blockmeeren die Hänge prägt. Im Süden erhebt sich der Kottmar, an dessen Westhang eine der drei Spreequellen entspringt. Die Seltenrein mündet hier in das Löbauer Wasser, einen Zufluss der Spree.
Erstmals erwähnt wurde Löbau im Jahr als Lubaw, doch seine Wurzeln reichen bis in die Bronzezeit zurück, belegt durch Funde und eine slawische Befestigung. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt unter böhmischer Herrschaft zu einem Handels- und Gewerbeort und wurde Teil des Oberlausitzer Sechsstädtebundes. Mehrfach zerstört durch Brände und Kriege, darunter die Hussitenkriege und der Dreißigjährige Krieg, erlebte Löbau auch wirtschaftliche Blütezeiten, etwa durch die Leinenweberei. Die Industrialisierung brachte Eisenbahnanbindungen und Fabriken, darunter eine bedeutende Klaviermanufaktur.
Heute prägen die vulkanischen Berge das Stadtbild, während historische Bauwerke wie das barocke Rathaus und Bürgerhäuser aus der Zeit nach dem großen Brand von erinnern. Die Stadt ist Verwaltungssitz und kultureller Mittelpunkt der Region, umgeben von einer abwechslungsreichen Landschaft mit Schutzgebieten und Naturdenkmälern.