Kramsach liegt im Tiroler Unterinntal am Nordufer des Inns und erstreckt sich gegenüber von Rattenberg auf dem Schwemmkegel der Brandenberger Ache. Die Gemeinde verteilt sich auf zwei Ortsteile, Mariatal und Voldöpp, wobei letzterer zu den ältesten Siedlungen zählt. Mit dem Ortsteil Ganggalbichl verbindet sich eine Reihe von Sagen, die seine historische Bedeutung unterstreichen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ortsteil Voldöpp im Jahr, doch bereits im achten Jahrhundert könnte dort eine Kirche gestanden haben. Die Herren von Freundsberg prägten ab dem dreizehnten Jahrhundert die Region, bevor 1267 ein Dominikanerinnenkloster entstand. Der Name Kramsach leitet sich vom „Kranzach“ ab, einer Bezeichnung für die einst zahlreichen Wacholderbüsche in der Gegend. Wirtschaftlich lebte der Ort lange von Marmorabbau, Fischerei und später von Industriebetrieben wie dem Messingwerk Achenrain.
Heute ist Kramsach vor allem für seine barocke Basilika Mariathal bekannt, die als eines der geschlossensten Barockensembles gilt. Das Freilichtmuseum Tiroler Bauernhöfe zeigt traditionelle Hofformen und alte Nutztierrassen. Die Tiefenbachklamm und die Kaiserklamm laden zum Wandern ein, während der Skulpturenpark an der Brandenberger Ache Kunst und Natur verbindet. Persönlichkeiten wie der Meteorologe Karl Thurwieser oder der Abt Cyrill Greiter stammen aus Kramsach.