Radfeld liegt im Tiroler Unterinntal und erstreckt sich als langgezogenes Reihendorf entlang des Inns. Im Norden begrenzt der Fluss das Gemeindegebiet, während im Süden bewaldete Hänge bis auf etwa 1500 Meter ansteigen. Die Hälfte des rund vierzehn Quadratkilometer großen Areals ist mit Wald bedeckt, ein Drittel wird landwirtschaftlich genutzt. Westlich grenzt die Stadt Rattenberg direkt an.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 788 unter dem Namen Ratefelden, später als Ratfeld. Der Ortsname geht auf einen altbayerischen Adligen namens Ratboto zurück, der entweder den Rapotonen oder Aribonen angehörte. Lange prägte die Landwirtschaft das Leben, während Gasthäuser erst um 1850 erwähnt werden und die erste Fremdenpension erst 1925 entstand.
Die Gemeinde beherbergt mehrere Sakralbauten wie die Filialkirche zum Heiligen Briccius und die Schützenkapelle in der Au. Reste der Stadtmauer von Rattenberg sowie das Kundler Tor finden sich auf Radfelder Gebiet. Das Gemeindewappen zeigt ein gesplittertes Radstück auf grünem Grund und einen gekrönten Adler – ein sprechendes Zeichen für den Ortsnamen.