Krupka liegt am Südrand des Erzgebirges in Nordböhmen, wo sich die Ausläufer des Gebirges sanft ins Land absenken. Die Stadt ist von mehreren Ortsteilen umgeben, darunter Bohosudov mit seiner Wallfahrtskirche und Fojtovice im Westen. Teile des Gemeindegebiets reichen bis an die Hänge des Erzgebirges, während andere Bereiche in tieferen Lagen liegen.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, als hier Zinn abgebaut wurde. Urkundlich als Stadt erwähnt wird Krupka erstmals im Jahr 1330, nachdem die Burg zum Schutz der Bergwerke und Handelswege errichtet worden war. Im Mittelalter blühte der Ort durch den Bergbau auf, doch Kriege und Brände hinterließen ihre Spuren. Die Stadtrechte und ein Wappen erhielt Krupka 1478, und die Schützengesellschaft wurde noch im selben Jahrhundert gegründet.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild, darunter die gotische Kirche Mariä Himmelfahrt und die Ruine der Burg Graupen, die einst Johann Wolfgang von Goethe besuchte. Ein markantes Wahrzeichen ist die Wallfahrtskirche im Ortsteil Bohosudov. Die Stadt ist zudem Ausgangspunkt für den grenzüberschreitenden Bergbaulehrpfad, der zu alten Stollen und Aussichtspunkten führt. Persönlichkeiten wie der Augenarzt Ferdinand von Arlt stammen von hier.