Kulmbach liegt in Oberfranken, wo sich am Stadtrand die beiden Quellflüsse des Mains vereinen. Die Stadt befindet sich etwa zwanzig Kilometer nordwestlich von Bayreuth und ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises. Mit ihrer markanten Plassenburg überragt sie die Altstadt und prägt das Bild der Region.
Erstmals erwähnt wurde Kulmbach im frühen elften Jahrhundert als „kulma“, abgeleitet von einem Bach, der vom Berg herabfließt. Die Grafen von Schweinfurt übten hier früh Herrschaft aus, bevor die Linie der Meranier die Stadt zur Residenz erhob. Nach Zerstörungen durch Hussiten und den Markgräflerkrieg erlebte Kulmbach unter den Hohenzollern eine Blütezeit als Handelszentrum mit blühenden Zünften. Die Plassenburg, mehrmals umgebaut, diente zeitweise als Residenz, bis die Bedeutung der Stadt nach der Verlegung des Hofes nach Bayreuth sank.
Heute ist Kulmbach vor allem für seine Brauereitradition und die berühmte Bratwurst bekannt. Die Plassenburg beherbergt das Deutsche Zinnfigurenmuseum mit der weltweit größten Sammlung dieser Art. Die Universität Bayreuth unterhält hier eine Fakultät für Lebenswissenschaften. Regelmäßige Veranstaltungen und das historische Erbe machen die Stadt zu einem kulturellen Anziehungspunkt in der Region.